Zuchtziel
VaterstolzWarum die Kreuzung
TWH & Alaskan Malamute?
Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen. Verschiedene Zuchtziele führten zur Entstehung der zahlreichen heute bekannten Hunderassen. Die Lebensweisen der Menschen hat sich in Europa jedoch während der vergangenen Jahrzehnte stärker verändert als in den Jahrhunderten zuvor. Dadurch haben sich die Anforderungen einer Bevölkerungsgruppe an das Haustier gewandelt und können von den traditionellen Hunderassen oft nicht erfüllt werden. Viele Hundeliebhaber wünschen sich einen Gefährten, der umgänglich mit Kindern, wachsam, jedoch nicht zu bellfreudig, nicht aggressiv und doch von ansprechendem Äußeren ist. Vorallem soll er nicht unter rassebedingten Krankheiten leiden sondern ein robustes Wesen und Erbgesundheit haben.
Durch Kreuzen des Wolfes und dem Deutschen Schäferhund versuchte man noch einen besseren Gebrauchshund zu züchten. Die ursprüngliche Erwartung wurde mit dieser Verpaarung leider nicht ganz erfüllt. Das eingezüchtete Wolfsverhalten wirkte sich teilweise störend aus. Aus diesem fragwürdigen Experiment sind Hunde entstanden, die meist sehr misstrauisch, allem Fremden gegenüber vorsichtig sind und die alle körperlichen und psychischen Fähigkeiten des Wolfes besitzen (was die Sache nicht gerade erleichtert).
Seine Sinne sind hochentwickelt, vorallem der Orientierungs- und Verteidigungssinn. Er ist extrem lebendig, temperamentvoll und aktiv. Ausserdem ist eine ausbruchssichere Unterbringung und ausreichendes Wissen über Wolfs- und Hundeverhalten absolut notwendig. Zerstörungswut macht sich nicht selten bei unstrukturiertem Training breit.
Die Kehrtwende der Verpaarung mit Wolf und Hund hat nicht nur negative Folgen auf die Entwicklung des Hundes.
Meine Erfahrung mit dem TWH bestätigt jedoch wiederum die Harmonie der Eigenschaften, die von Wolf und Hund ererbt wurden: Gehorsam und Führigkeit (nach einiger Zeit der Geduld und nach Erreichen seiner psychischen Reife), Widerstandskraft, konzentrierte Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, in der Leistung absolut ausdauernd, sehr intelligent und seinem Herrn gegenüber mehr partnerschaftlich als ergeben. Seine angeborenen Vorzüge für Fortgeschrittene, welche sich in jeglichem Einsatz als Arbeitshund bemerkbar machen, lassen sich auch sportlich in der Form nutzen, dass der TWH im Gespann bei Schlittenhunderennen erfolgreich eingesetzt wird sowie im Agility, in der Fährtenarbeit und als Rettungs- und Lawinenhund fungiert.
Meine Vision ist es nun, den TWH etwas zu entschärfen. Durch Einkreuzen eines nordischen Hundes möchte ich das wolfsähnliche und somit das einzigartige Aussehen kaum verändern; das Ziel ist das Temperament etwas zu zügeln, den Hund auch für "Nichtprofis" salonfähig zu machen.
Bei den Amerikanischen Wolfhunden ist es Gang und Gäbe in die Wolfhunde und Wolfshybriden immer wieder meistens phänotypisch dazu passende Hunde einzukreuzen.
Die nordischen Hunde zeigen eine auffallende Freundlichkeit gegenüber Menschen, die aus ihrer ursprünglichen Beschäftigung im Dienste des Menschen herrührt. Der Alaskan Malamute ist ein liebevoller, freundlicher Hund. Er ist ein loyaler, ergebener Kamerad, bei Veranlassung spielerisch, er ist bei richtiger Haltung sanft und zeigt eine herzlich zugetane Gemütsart.
Benannt wurde der Malamute nach dem Eskimostamm gleichen Namens- nach den Mahlemiuts, die am nördlichen Polarkreis beheimatet waren. (Inuiten=Eskimo)
Er kommt dem Aussehen her dem Wolf am Nächsten und genetische Untersuchungen haben bestätigt, dass der Malamute eine der ältesten Hunderassen der Welt ist. Ein Kriterium das mir wichtig ist. Nachdem ich dann im Internet auf den "Wolamuten" (Wolf-Malamute) gestoßen bin, war das Ziel klar.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Züchter, Vereine und Verbände sehr intolerant gegenüber andersdenkenden Züchtern und anderen Hunderassen sind.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich keinem schaden will, auch nicht die bestehenden Wolfhundrassen gefährden will. Mein Wunsch- dass auch anderslautende Meinungen und andere Ideen akzeptiert werden.
Mein Vorbild ist seit Jahren Heinrich Essig (1808-1889). Wie man annimmt, hatte er sich das hohe Ziel gesetzt, einen Hund zu züchten, der in seinem Erscheinungsbild einem Löwen, dem Wappentier Leonberg, nahekam. Das Ergebnis läßt sich sehen, es entstand ein beeindruckender und schöner, vom FCI anerkannter Hund- der Leonberger.
Oder der "Shiloh Shepherd"
Die Entstehung dieser Rasse geht auf den deutschen Schäferhund zurück. Die Amerikanerin Tina Barber, war enttäuscht über die beim Deutschen Schäferhund durch Überzüchtung häufig auftretendenden Hüftproblemen und Nervenschwäche. Sie begann den Schäferhund auf Größe, gesunde Hüftgelenke und Wesensfestigkeit zu züchten. So entstand der Shiloh Shepherd, der 1990 offiziell anerkannt wurde.
Auch die aktuellsten Neu-Kreuzungen, wie z.B. der Elo, der Labradoodle und der Puggle fassen hier in Deutschland allmählich Fuß und erfreuen sich größter Beliebtheit.
Warum dann nicht einen Hund, der dem Wolf von der Optik her sehr ähnlich ist, aber doch in der Haltung nicht so viel abverlangt wie der TWH und der Saarloos Wolfhund?
Also meine Devise- leben und leben lassen.
Ein kleiner Shilo Welpe...
Malamuten-Glück
